Sinn einer Vorsorgevollmacht

Warum eine Vorsorgevollmacht?
Egal, ob jung oder alt, niemand ist sicher, daß er seine Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen kann.
Es ist ein Irrglaube, anzunehmen, daß dann die nächsten Angehörigen automatisch handlungsbefugt sind.
Trifft man keine Wahl, wird das Betreuungsgericht einen Betreuer von Amts wegen einsetzen, auf dessen Wahl der Betroffene keinen Einfluß nehmen kann. Damit wird möglicherweise ein Dritter beauftragt, der zum Betroffenen und seinem Umfeld keinerlei Bezug hat.
Auch kann unter Umständen wertvolle Zeit verstreichen, bis ein Betreuer offiziell bestellt wurde.
Um diesen Problemen aus dem Weg zu gehen, empfiehlt sich die Errichtung einer Vorsorgevollmacht.
Es gibt zwar keine gesetzliche Formvorschrift, jedoch sollte die Vollmacht immer schriftlich verfaßt werden.
Eine notarielle Beglaubigung ist immer dann erforderlich, wenn der Bevollmächtigte auch Grundstücksgeschäfte (Kauf, Verkauf, Beleihung, etc.) vornehmen soll.
Natürlich sollte von vornherein gut überlegt werden, wen man bevollmächtigen will. Denn eine Vollmacht kann auch rechtsmißbräuchlich genutzt werden.
Neben einer Vorsorgevollmacht kann auch eine sog. Patientenverfügung sinnvoll sein. Im Rahmen einer solchen Verfügung legt man fest, wie man ärztlich versorgt werden will, wenn man nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen zum Ausdruck zu bringen, z.B. wenn man im Koma liegt.
Die Patientenverfügung richtet sich also in erster Linie an die behandelnden Ärzte, aber auch an die nächsten Angehörigen.

Für weitere Fragen oder Anregungen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Wechselmodell

Glückliche Scheidungskinder

Nach einer Trennung der Eltern bleiben ihre Kinder oftmals auf der Strecke. Hatten die Kinder zwei Ansprechpartner, so fehlt ihnen plötzlich einer, meist der Vater. Obwohl dieser die Verantwortung weitertragen möchte, ist er fortan nur noch der „Besuchspapa“, den sie mit Zustimmung der Mutter nur alle 14 Tage für wenige Stunden sehen dürfen. Daß eine solche Besuchsregelung für alle Beteiligten mehr oder weniger belastend ist, liegt auf der Hand: für den Vater, der nur noch als Gastgeber fungiert, für die Mutter, die die oftmals teuren Freizeitaktivitäten des Vaters nicht nachvollziehen kann und sich dann als „die Schlechte“ fühlt, weil sie ihren Kindern dies in „ihrer“ Zeit nicht bieten kann und natürlich die Kinder, die die Wiedersehensfreude mit ihrem Vater oftmals der Mutter gegenüber nicht zeigen dürfen.

Um dem Vater mehr Verantwortung zu übertragen, die er ja auch tragen will, bietet sich das sog. Wechselmodell an. Bei diesem Modell halten sich die Kinder abwechselnd beim Vater und bei der Mutter mit gleich langen Zeiträumen, z.B. jeweils 1 Woche auf.

Die Vorteile überwiegen die Nachteile, die auch dieses Modell hat: beispielsweise bei Krankheit des Kindes während des Aufenthalts beim Vater müßte dieser entsprechendes Organisationstalent beweisen, wie er das Kind betreuen kann. Die Mutter könnte in ihrer kinderfreien Woche vermehrt ihrem Beruf oder ihrer Fortbildung nachgehen. Die Doppelbelastung aus Beruf und Haushalt würde geteilt und die Mutter würde nicht mehr in die Hausfrauenrolle zurückgedrängt werden. Damit eingehend würde  eine Verbesserung der finanziellen Situation. Wissenschaftliche Studien beweisen, daß  die Alleinerziehung in der Regel zu einem sozialen Abstieg der Mütter führt, aus der sie schwerlich wieder herauskommen.

Die Kinder litten nicht mehr unter Verlustängsten und ihre emotionale Bindung zu beiden Eltern würde beibehalten werden gleich einer intakten Familie.

Wissenschaftliche Studien aus Ländern, in denen das Wechselmodell praktiziert wird, haben gezeigt, daß die Kinder dieses Modell sehr begrüßt haben. Nach anfänglichem Widerstand sind auch die meisten Eltern mit dieser Regelung sehr zufrieden.

Da beide Eltern stets das Wohl ihrer Kinder über alles stellen, sollte das Wechselmodell viel stärker als bisher in Betracht gezogen werden. Die Kinder werden es ihnen danken!  

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